Jun 04 2011
Deutschland Rundfahrt 2011
Ja und inzwischen haben wir es wirklicch geschafft und sind unterwegs. Bis zum Hamburger Hbf sind wir per Rad gefahren und waren schon eine Std. Vor Abfahrt am Bahnsteig. Es war unglaublich wie viele Fahraeder bis Uelzen mitfahren wollten. Es gab dann auch ein riesiges Gedraenge. Aber alle kamen mit. Von Uelzen ging es nach Kreiensen, wo wir nochmals umsteigen mussten. Bei der Ueberquerung der Gleise hatte Kurt dann eine kleine Panne und blieb mit seineem Hinterrad in einer Rinne stecken. Es war aber nichts gravierendes und wir hatten das Glueck den Zug noch zu erreichen. Mit der Nordwest Bahn ging es dann weiter ueber Holzminden bis nach Brakel. Man kann wirklich mit dem Quer durchs Land Ticket enorme Strecken auch im Nahverkehr zuruecklegen. Vom Bahnhof in Brakel fragten wir uns dann durch um zum Platz zu kommen wo sich die Selbstfahrer treffen. Da wir mit die ersten waren, konnten wir uns noch die schoensten Plaetze fuer unsere Zelte aussuchen. Beim absteigen vom Rad hatte Kurt ein wenig Pech, das er mit seinem Bein am Gepaeck haengen blieb und einen Sturz hinlegte. Die ganze Situation sah so lustig aus, das ich schnell die Kamera zueckte und alles festhielt. Nach und nach trudelten dann die Selbstfahrer ein. Es kamen die tollsten Gefaehrte. Umgebaute Lkws, Unimogs, Motorraeder und natuerlich die Fahradfahrer nicht zu vergessen. Am 2.06 kamen auch Christian und Heiko die ich auf Island kennengelernt habe. Fuer Christian war es die Ueberraschung pur das wir anwesend waren. Heiko hatte Ihn nicht ueber unser kommen informiert. Das Wetter spielte auch mit und so hatten wir ein paar schoene Tage mit gleichgesinnten Globetrottern aus ganz Europa. Es gab interessante Reisevortraege und Expeditionsberichte ueber Suedamerika, Afrika, Australien und Asien. Eine fazinierende Atmosphaere. Speziell am Abend nach einigen Bierchen wurde es richtig gemuetlich. Christian hatte Bilder aus Island und von seiner Hochzeit mitgebracht und so wurde es ein schoener Dia Abend mit tollen Erlebnisberichten. Ein solches Gemeinschafts Gefuehl hatte ich zuletzt in Australien auf dem Tamworth Country und Western Festival im Januar 2007 erlebt. Fuer mich ist es jetzt schon klar, das ich im naechsten Jahr wieder dabei sein werde. Morgen am Sonntag den 05 06.11 wird es dann wirklich ernst und Kurt und ich werden uns dann per Rad in Richtung Heidelberg fortbewegen. Es wird auch Zeit, das der Winterspeck verschwindet und wir unsere mueden Knochen auf Vordermann bringen. Das wars fuers erste Gruesse Peter
Ja und am Sonntag war dann der Tag der Abfahrt. Rauf aauf die Raeder und los ging die Fahrt nach Warburg. Wunderschoene Landschaft begleitete uns den Ganzen Weg. Gegen Abend erwischte uns ein Gewitter und wir wurden bis auf die Knochen nass.. An einem Gasthof in Volkmarsen genehmigten wir uns eine heisse Suppe und ein Bier. Der nette Besitzer erlaubte uns unser Zelt in seinem Vorgarten aufzubauen. Sehr nett von ihm. Im stroemenden Regen bauten wir dann unser Zelt auf, und hofften das es innen trocken blieb. Mussten aber doch nachhelfen und mit Handtuechern alles trockenreiben. Haben dann aber trotzdem ganz gut geschlafen. Am naechsten Tag schien wieder die Sonne und wir trockneten unsere nassen Klamotten. Am Twiste See Freibad beschlossen wir dann den Tag zu verbringen, obwohl wir erst 6 km zurueckgelegt hatten. Es wurde ein schoener ruhiger Tag mit schwimmen, in der Sonne liegen und relaxen. Die Nacht verbrachten wir ohne unser Zelt aufzubauen unter dem Dach der Freibad Gaststaette und hatten wieder trotz einem neuen Gewitter eine ruhige Nacht.
Am naechsten Tag fuhren wir zum Ederstausee. Auf dem Weg dorthin hatte Kurt das Pech und stuerzte zweimal beim absteigen mit dem Rad. Nach einigen weiteren Kilometern fiel mir auf das sein Vorderrad ungefaehr 25 cm neben dem Hinterrad lief. Nach genauer Untersuchung sahen wir das der Rahmen verzogen war und einen Riss hatte. Nach eingehender Beratung entschieden wir nach Hamburg zurueck zufahren, denn mit diesem Rad war es zu gefaehrlich weiterzuziehen. Wir beschlossen vorsichtig nach Fritzlar zu fahren und dort eine Fahrkarte nach Hamburg zu kaufen. Am Abend besichtigten wir noch die Altstadt von Fritzlar, die teilweise aus dem 11.Jahrhundert stammt. Bei einem Bauern durften wir dann unsere mueden Glieder auf einem Lkw Anhaenger ausruhen. Bequem, weil wir unser Zelt nicht aufbauen mussten. Morgens zum Bahnhof und ein quer durchs Land Ticket kaufen, mit dem wir dann nach 4 mal umsteigen und 5 Stunden Fahrt wieder in Hamburg eintrafen. Leider nur 150 km mit dem Rad gefahren, aber beim naechsten mal wird es besser. Gruesse Peter










