Die Liegeradler
Die Liegeradler

Tour nach Metten 356,3 km  21.05.-27.05.22

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1. Tag  Höchstädt  21.05.2022   61,1 km

Abfahrt gegen 09.:30 Uhr. Das Wetter ist optimal, Sonne und Rückenwind. Radlerherz was willst Du mehr. Es ging auf dem Donauradweg (DR) entlang der Donau. Dazu muss gesagt werden, dass man nicht immer an der Donau entlang fährt. Die ersten 19 km war der DR asphaltiert und topfeben. Ab dem kleinen Ort Weissingen ging es auf Naturwegen (10 km) weiter, die nicht immer gut mit unseren Dreirädern zu befahren waren. Nach 24 km  machten wir in einer, am Radweg liegenden Waldgaststätte, eine kurze Kaffeepause. In der Nähe von Günzburg verließen wir den DR und fuhren auf einem Radweg entlang der B 16 weiter bis Lauingen. Ab dort wieder auf Naturradwegen bis Dillingen. Von dort aus wieder an B 16 entlang bis zum ersten Zielort. Das Hotel Berg in Höchstädt hatten wir vorgebucht. Das Hotel schlicht aber empfehlenswert . Damaliger Preis 75, 00 € m.F.

 

2. Tag  Neuburg a.D. 22.05.22    64,4 km

Das Wetter hatte sich gehalten und es ging endlich weg von den Hauptverkehrsstraßen wieder auf den DR. Dieser führte über offene Landschaften und auf wenig befahrenen Nebenstraßen.  Kurz vor Donauwörth, wo wir über die Donau fahren mußten, der erste Schreck – die Brücke war wegen Bauarbeiten gesperrt und eine Umleitung nicht ausgeschildert. Es war Sonntag, keine Bauarbeiter zu sehen und soweit wir sehen konnten, war die Brücke befahrbar. Ich schob also die Sperren beiseite und wir fuhren hinüber.

In Donauwörth, ein kleines schönes Örtchen, wurde eine Pause eingelegt. Wir hatten bis hier 27 km zurückgelegt.

Danach ging es auf dem DR entlang der St 2215. Hinter Lechsend wurde es hügelig, stellenweise sehr hügelig und brachte uns zu schwitzen. Bei den steilen Abfahrten wurden unsere Scheibenbremsen sehr belastet.

Ab km 43,0 ging es von dem asphaltierten Radweg auf die Donauböschung hoch. Das wurden 18 km geschotterter Radweg mit teilweise Grasstreifen in der Mitte, bis kurz vor Neuburg.  Nicht richtig gut für Dreiräder. Wir hatten das Hotel „Neuwirt“ vorgebucht. Schön in der Innenstadt gelegen. Nach Gepäck abladen und duschen, gingen wir in ein indisches Restaurant essen. Lecker und reichlich. Danach noch ein kurzer Stadtbummel und dann ab ins Bett.

 

3. Tag Neustadt a.D.  23.05.22   65,1 km

Schon beim beladen der Räder hatte es angefangen zu regnen und das nicht schlecht. Dieser hielt aber nur 10 km an. Danach stark bewölkt , aber trocken. Zwischenzeitlich hatte mein GPS Gerät „Garmin GPSMap 62 s „  einen Defekt, ich konnte den kartenmaßstab nicht unter 500 m einstellen. Nach 24 km , kurz hinter Ingolstadt, hatte ich einen Plattfuß am Hinterrad. Ein fingernagelgroßes Stück Glas aus einem Flschenboden hatte den Marathon +  durchbohrt. Dank Ersatzschlauch ging es bald weiter. Kurz hinter Ingolstadt ging es 15 km auf einen Naturweg weiter. Der war vom gestrigen Regen stellenweise noch aufgeweicht.

Auf dem Radweg war viel Polizei, teilweise in Gruppen , mit Suchstangen unterwegs. Am Tag zuvor hatte man in einer Plastiktüte Leichenteile von einem Kleinkind gefunden. Die Teile waren aber nicht vollständig und so versuchte man weitere Leichenteile zu finden. Schrecklich !!!.

Ab Vohburg ging es wieder auf asphaltierten Radwegen weiter bis Pförring. Ab dort war der DR gesperrt. Es gab ein !!! Umleitungsschild , danach war suchen angesagt und aus den 55,1 geplanten km wurden 65,1 km. Auf der Umleitung hatte Myra einen Plattfuß. Wir hatten Ersatzschläuche dabei, hatten aber nicht auf die Ventile geachtet. Der platte Reifen hatte „Rennradventile“,  der Ersatzschlauch leider Autoventile. Diese passten nicht durch die Öffnung in der Felge. Mit meinem Taschenmesser bohrte ich in mühseliger  Arbeit das Ventilloch auf. Danach konnte es weitergehen. Wir trafen so gegen 16:15 Uhr in Neustadt ein, das Hotel öffnete aber erst ab 17:00 Uhr seine Pforten. Ab in die nahegelegene Eisdiele und ein großes Eis bestellt.   Essenportion im Hotel war riesig, wir schafften die Portionen nicht.

 

4. Tag  Demling   24.05.22    81,64 km

Beim runtertragen unseres Gepäcks rutsche ich aus, natürlich auf der letzten Stufe, und knickte um. Wir konnten aber weiterfahren. Bei der Abfahrt regnete es und das nicht schlecht. Wir fuhren noch bei einem Radhändler vorbei und besorgten neu Ersatzschläuche, diesmal die passenden. Nach 4 km ging es von asphalt- auf Naturwege. Diese waren durch den Regen sehr aufgeweicht. Mein Navi funktionierte inzwischen nicht mehr, es zeigte Distanzen an, die nicht stimmen konnten. Immerhin war die Karte noch zu sehen. Wir sind auf dem Weg nach Weltenburg, von dort soll es per Schiff nach Kelheim gehen. Es regnete ohne Unterlass. In Weltenburg angekommen mussten wir 30 min  auf das Schiff warten. Da die Temperaturen durch den Regen sehr gefallen waren, waren wir richtig durchgefroren. Auf der Fahrt durch den Donaudurchbruch blieben wir unter Deck. Mit dem Schiff waren es 5 km bis Kelheim. Ab Kelheim folgten 16 km Naturradweg bis Bad Abbach. Es regnete mächtig weiter und bei einzelnen Windböen, kam der Regen waagerecht von der Seite. Ab Bad Abbach ging es auf asphaltierten Radwegen bis Regensburg. Dort kaufte ich mir eine elast. Binde und Voltaren-Salbe. Der Fuß war inzwischen angeschwollen und blau angelaufen, schmerzte aber nicht. 1 Km vor der Zielankunft in Demling, hatte Myra den 2. Plattfuß. Ich schaute mir ihre Reifen genauer an und stellte fest, es waren nicht mehr die Besten. Der Plattfuß war durch die Übungen beim Schlauchwechseln, schnell erledigt.

Wir hatten vorher in Donaueschingen noch schnell etwas zu Essen eingekauft. In Demling selbst gab es keine Möglichkeit dazu. Die Pension hatte es uns das schon beim buchen mitgeteilt. Die Pension „Vitus Kaiser“ kann ich nur empfehlen. Sehr nettes Ehepaar, das die Pension führte.

 

5. Tag  Metten  79,2 km

Bei der Abfahrt in Demling hatte es wieder angefangen zu regnen, aber es war nur leichter Regen.  Schlimmer war, das auf der Strecke von Straubing bis Deggendorf der Hochwasserschutz erneuert wurde. Tausende von Baustellen und dadurch Umleitungen,  die wie immer nicht gut ausgeschildert waren

Da ich auf meinen vorherigen Radreisen immer auf dem Camp in Straubing mein Zelt aufgestellt hatte, wusste ich, dass unmittelbar neben dem Camp ein großer Radhändler war. Dort haben wir das Rad von Myra ringsherum neu besohlen lassen. Kurz vor dem Ziel Metten ist mir eine Speiche am Hinterrad gerissen, das führte zu einer großen „Acht“ im Hinterrad.

An weiterfahren am nächsten Tag war nicht zu denken. Hinzu kam das der nächste Tag ein Feiertag war. Ich versuchte telefonisch in Deggendorf und Passau einen Radhänderler zu finden, der mir am Freitag mein Rad reparieren könnte. Alle hatte keine Zeit. Wir beschlossen die Radreise in Metten zu beenden. Blieben 2 Nächte in Metten und organisierten am Freitag einen Kleintransporter, luden unsere Dreiräder ein und fuhren damit zurück nach Neu-Ulm.

 

Vielleicht klappt es im nächsten Jahr besser

 

 

 

 

 

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